Corona-Virus


Die Auswirkungen des Corona-Virus sind zwischenzeitlich auch in den gewerblichen und industriellen Lieferketten spürbar. Die Frage taucht auf, inwieweit bei Betriebsschließungen durch die Behörden oder bei Lieferproblemen von Lieferanten und/oder Kunden Versicherungsschutz besteht.

Bei behördlich angeordneten Schließungen sind Leistungen möglich. Die hierfür erforderliche Betriebsschließungsversicherung gibt es jedoch nur für Unternehmen, die Lebensmittel verarbeiten (z. B. Metzgereien, Hotels und Gaststätten). In der Betriebsunterbrechungsversicherung für alle übrigen Branchen besteht kein Versicherungsschutz, da das Virus als „Seuche“ gilt und somit keine  versicherte Gefahr darstellt. Leistungsansprüche erfordern einen zu Grunde liegenden Sachschaden. Dies gilt auch für die in guten Policen mitversicherten Rückwirkungsschäden (Ausfälle bei Lieferanten oder Kunden).

Ein Ansatzpunkt zur Schadensreduzierungen können die Regelungen in §56 des Infektionsschutzge- setzes sein. Im Einzelfall sollten Sie dies mit den zuständigen Behörden abstimmen.